Mordshunger - Krimi-Hörbuch von und mit Frank Schätzing
Beschreibung:
Als die reiche Ehefrau eines Immobilienmoguls ermordet aufgefunden wird, sehen sich Komissar Romanus Cüpper, seines Zeichens leidenschaftlicher Gourmet und sein griesgrämiger Assistent Rabenhorst mit etlichen Verdächtigen konfrontiert.
Die tote Millionärin, Inka von Barneck, hat sich im Laufe ihres Lebens nicht sehr beliebt gemacht. Der Kreis der Verdächtigen reicht vom Ehemann, über die Tochter und deren Freund bis hin zur Geschäftspartnerin und ehemaligen Freundin des Mordopfers. Sie alle und noch ein paar mehr haben unzählige Motive, der schönen Verblichenen die Kehle durchzuschneiden.
Denn Inka von Barneck hatte die unangenehme Angewohnheit, Menschen zu benutzen und sie dann entweder maßlos zu enttäuschen, oder sie eiskalt fallen zu lassen.
Cüpper ermittelt sich mit viel Feingefühl durch diesen Fall und kommt dem Mörder immer näher.
Als jedoch Max Hartmann, der Doppelgänger Fritz von Barnecks, getötet wird und ein dubioser Italiener mit auf dem Plan erscheint, scheint die Lösung wieder in weite Ferne gerückt zu sein.
Doch Cüpper gibt nicht auf. Seine Spur führt ihn sogar bis ins Raubtiergehege des Kölner Zoos, wo die Tochter Inka von Barnecks als Tierpflegerin arbeitet.
Hier trifft er nicht nur auf den Mörder, sondern auch auf Raubkatzen, die natürlich einen Mordshunger haben...
Rezension:
"Mordshunger" ist ein wirklich guter Krimi,
der sich bei allen Klischees dieses Genres zu bedienen
weiß. Die Handlung ist gediegen und dabei voller
Überaschungen. Satirisch anmutende Einstreuungen
verleihen dem Krimi eine gewisse Würze. Der Spannungsbogen
steigt gleichmäßig vom Anfang bis zum Ende,
ohne zwischendurch abzuflachen.
Frank Schätzing hatte bereits einen großen
Namen als Autor verschiedener Genres, als er sich 2007
an die Einspielung seines Erstlingswerkes "Mordshunger"
machte. Man denke an Werke wie "Tod
und Teufel "
oder "Der
Schwarm". Aber im Gegensatz zu den Hörbuch-Adaptionen
seiner anderen Romane hat er hier selbst Hand angelegt.
Das betrifft sowohl die Lesung, als auch die Musik,
die er selbst komponiert und mit eingespielt hat.
Der Autor verleiht überaus gekonnt jeder einzelnen
Figur eine eigene, skurrile Note und man merkt, dass
er seinen Spaß dabei hat.
Anfangs hört sich der Erzähler zwar noch etwas
gewollt an, das gibt sich aber recht schnell. Sobald
die eigentliche Handlung beginnt und Leben (oder Tod?)
in den Krimi kommt, ist Schätzing in seinem Element
und reißt den Zuhörer durch seine facettenreichen
Interpretationen mit.
Es ist überaus selten, dass ein Autor nicht nur
hervorrangend schreiben, sondern auch perfekt vortragen
kann. Frank Schätzing ist beides beim Hörbuch
"Mordshunger" mit Bravour gelungen.
Ob die Musik, die meist zwischen den Kapiteln eingespielt
wird, etwas für jeden Geschmack ist, sei dahingestellt.
Sie passt aber sehr gut dazu und rundet den postitiven
Gesamteindruck dieses Hörbuches ab.
Die Aufmachung des Hörbuches ist dem hörverlag
auch sehr gut gelungen. Zum Einen ist das Booklet in
Form einer Kriminalakte gehalten, zum Anderen ist das
Handling der 5 CD's sehr einfach, da nicht, wie sonst
üblich, ein "Klappcase" verwendet wurde.
Bekanntermaßen sind diese ja sehr unhandlich und
die CD's fallen grundsätzlich (meist die CD 3)
heraus. In diesem Falle wurde ein case genutzt, in dem
man, ähnlich einem Buch, blättern kann.
Fazit:
"Mordshunger" ist ein Krimi-Hörbuch, wie man es sich wünscht. Nicht umsonst befand es sich wochenlang ganz oben auf den Bestsellerlisten. Kurzweilige Spannung, gewürzt mit einem Quäntchen Satire. Dieses Werk sollte in keiner Krimi-Hörbuch-Sammlung fehlen. Bravo Frank Schätzing! |