Furcht - Thriller Hörbuch
nach Bentley Little (6 CDs)
Beschreibung:
Die Welchs suchen ein neues Zuhause auf dem Lande,
denn in der Stadt wird das Leben zunehmend unsicher.
Der Horror-Schriftsteller und die Steuerberaterin sehnen
sich nach einem ruhigen Fleckchen Erde auf dem sie wohnen
und arbeiten können.
"Bella Vista" scheint genau das Richtige für
sie zu sein. Eine idyllisch gelegene Wohnanlage, die
durch einen Zaun von der Außenwelt getrennt ist.
Nach einiger Überlegung entschließen sie
sich das von ihnen besichtigte Haus zu kaufen, obwohl
sie zuerst Bedenken hatten, weil sie sich mit Unterzeichnung
des Kaufvertrages mit den vom Eigentümerverein
aufgestellten Regelwerk in Form eines dicken Wälzers
einverstanden erklären.
"So schlimm wird's schon nicht sein", denkt
das junge Ehepaar und freut sich auf den Einzug. Doch
leider ist es tatsächlich so schlimm. Das müssen
die Neu-Hauseigentümer allzu schnell erfahren.
Bei jeder Übertretung der in der Satzun festgehaltenen
Regeln, schneit ein rosa Zettel mit einer Rechnung und
der Erinnerung, man müsse sich an die Satzung halten,
ins Haus. Dies geht sogar so weit, dass Barry nicht
mehr zuhause arbeiten darf und sich ein Büro für
die Ausübung seines Jobs suchen muss. Er versucht
sich immer wieder gegen die Regeln aufzulehnen, doch
"Wiederstand ist zwecklos".
In der anfangs so attraktiven Wohnanlage gehen seltsame
Dinge vor sich. Menschen verschwinden und tauchen später
in "Arbeitstrupps" wieder auf und auch vor
Gewalt scheint man nicht zurückzuschrecken.
Die Lage spitzt sich zu, als sich die Familie Hilfe
von außen holen will....
Rezension:
Naja! Ich habe wirklich lange überlegt, ob ich
"Furcht" überhaupt rezensieren soll.
Kein Zweifel, das Hörbuch nach einem Thriller von
Bentley Little ist spannend, sehr gut geschrieben und
hervorragend vorgetragen (dank Simon Jäger), aber
die Story ist vollkommen abstrus, vorhersehbar und unrealistisch.
Der Hörer zweifelt immer wieder an der Intelligenz
der Protagonisten. Man fragt sich unwillkürlich,
warum die sich diese Schikanen gefallen lassen. Gegen
Ende driftet die Story dann vollends ab.
Für hartgesottene Thrillerfans mag "Furcht"
gerade noch empfehlenswert sein, zumal der Autor in
den USA als "der Nachfolger von Steven King"
gehandelt wird. Wie gesagt, spannend ist dieser Thriller
allemal.
Hörbuchliebhabern, die eine gute, undurchsichtige
Story mögen, lehrt "Furcht" eher das
Fürchten.
Wirklich sehr gut und spannungsgeladen trägt Simon
Jäger den ihm anvertrauten Stoff vor. Er setzt
Akzente, wo sie hingehören. Das beweist mal wieder,
dass ein wirklich guter Sprecher aus allem ein Hörerlebnis
machen kann.
Fazit:
Wie oben schon beschrieben ist "Furcht" nur
etwas für absolut hartgesottene Thrillerfans, denen
es hauptsächlich um Spannung und weniger um Sinnhaftigkeit
geht. Schade, denn aus der Idee hätte man wirklich
mehr machen können. Ich kann es also nur sehr bedingt
empfehlen. |