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Tintentod - Hörbuch von Cornelia Funke(18 CDs)

Audio:

Beschreibung:

Die Tintenwelt scheint Fenoglio immer mehr zu entgleiten. Die ursprünglich seiner Feder entsprungene Geschichte schreibt sich inzwischen selbst. Außerdem ist da auch noch der käsegesichtige Orpheus, der den letzten, noch übrigen Band von Tintenherz besitzt und sich die Wörter daraus stiehlt, um sie für seine eigenen stümperhaften Kreationen zu missbrauchen. Und zu alledem hat Fenoglio seit dem Kampf im Wald eine Schreibblockade. Das war ja eigentlich auch der Grund, warum Meggie Orpheus herbeigelesen hatte.
Wer hätte denn wissen sollen, dass dieser Grünschnabel die Tintenwelt nach seinem Gutdünken benutzt und verändert?
Fenoglio ertränkt seinen Kummer mit Wein - viel Wein. Doch das ist natürlich nicht das richtige Mittel, die Blockade los zu werden.
Staubfingers Tochter Brianna und auch Farid dienen Orpheus. Brianna wurde von Violante, der Hässlichen, vertrieben als Cosimo ums Leben kam. Die Herrscherin hatte ihr nicht verziehen, dass sich das junge Mädchen ihrem Mann an den Hals geworfen hatte.
Farid jedoch dient Orpheus, weil dieser ihm versprochen hat, Staubfinger wieder ins Leben zurück zu lesen. Doch dafür brauche er Zeit, bis die richtigen Worte gefunden seien. Und so ist Farid eine Art Sklave des eingebildeten Milchgesichts geworden. Roxane und Brianna schneiden den Jungen, denn sie können ihm nicht verzeihen, dass der Feuerschlucker sein leben für ihn gegeben hatte. Auch Meggie sieht er mittlerweile nur noch selten und die beiden entfernen sich zusehends voneinander.
Ja, es hat sich wirklich viel getan in der Tintenwelt. Und bedauerlichweise mehr Schlechtes als Gutes.
Mo ist inzwischen nicht mehr der brave und einfühlsame Buchbinder und Vater, der er einmal gewesen ist. Er hat sich nicht nur in die Rolle, für dessen Erschaffung ihn der Autor von Tintenherz eigentlich ausschließlich als Vorbild genutzt hatte, eingelebt, nein, er ist der Eichelhäher und tötet Gepanzerte, wo sie ihm in die Quere kommen. Er und der Schwarze Prinz versuchen, die Armen vor den Häschern des Hänflings, dem Schwager des Natternkopfes und seit Cosimos Tod Stadthalter von Ombra, zu schützen.
Tagsüber versucht Mo, seiner Rolle als Vater und Ehemann gerecht zu werden. Doch auch er entfernt sich immer weiter von seiner Familie.
Resa ist mittlerweile so weit, dass sie um jeden Preis in ihre eigene Welt zurück möchte. Doch als sie dies ihrem Mann mitteilt, trifft sie nur auf Unverständnis. Der Eichelhäher müsse in der Tintenwelt bleiben und den Natternkopf und seine Vasallen bekämpfen. Er könne die Menschen hier nicht alleine lassen.
Resigniert macht sich Resa auf den Weg zu Fenoglio. Sie möchte ihn bitten, sich selbst und Meggie nach Hause zu schreiben. Erschrocken stellt Resa jedoch fest, dass man mit dem Autor momentan nicht rechnen kann. Ihr bleibt also nichts anderes übrig, als Orpheus um den Gefallen zu bitten, die richtigen Worte zu schreiben.
Dieser verlangt aber einen hohen Preis: Er will die weißen Frauen treffen, um etwas über Staubfinger zu erfahren und ihn wieder ins Leben zu holen. Da der Eichelhäher ja schon Kontakt zu ihnen hatte und man sich erzählt, dass diejenigen, die den weißen Frauen entkommen sind, diese rufen können, möchte Orpheus Resas Mann treffen. Nur dann schreibt er ihr die Worte, die sie und Meggie in ihre eigene Welt zurück bringen können. Doch die junge Frau ist nicht bereit, diesen Preis zu zahlen, denn sie traut dem Käsekopf nicht.
Erst später erklärt sich der Eichelhäher bereit, sich mit Orpheus zu treffen. Aber der verschlagene Autor hat Übles mit dem Buchbinder und Räuber vor....

Rezension:

Tintentod ist der dritte Teil der Tintenwelt-Trilogie und bildet das furiose Ende. Er ist meiner Meinung nach nicht ganz so düster wie Tintenblut, aber teilweise ganz schön happig. Nach wie vor hat die Autorin die Tintenwelt höchst eindrucksvoll und mit viel Fantasie beschrieben. Tintentod lebt von den Wendungen, was die Spannung zwar steigert, dem Hörer aber irgendwann auch auf den Geist geht. Wenn der Protagonist zum xten Mal eingesperrt ist und sein freikommen zum xten Male durch irgendeinen Zufall bzw. eine Person vereitelt wird, kann einen das etwas nerven. Als der Schluss eingeläutet wurde, kam mir dann doch ein verwundertes "Wie bitte? Hä?" über die Lippen, denn eine bestimmte Person wandelt ganz plötzlich seinen Charakter genau ins Gegenteil und das kam mir dann doch etwas herbeigezwungen vor.
Bis auf diese Kleinigkeiten bzw. Unstimmigkeiten ist Tintentod aber ein hervorragendes Fantasy-Hörbuch, was nicht zuletzt an Rainer Strecker liegt, der wieder einmal unter Beweis stellt, wie gut er sich in diese Geschichte hineinfühlen kann. Durch leichte Stimmnuancierungen hebt er jeden der Charaktere von den anderen ab, so dass der Hörer immer weiß, wer gerade spricht. Wirklich eine Glanzleistung!

Heute mal ein längeres Fazit:

Es ist relativ schwierig, all die Wendungen, die verschiedenen Charaktere und auch Landschaften in eine kurze Beschreibung zu packen, ohne dabei das Gefühl zu haben, der Geschichte etwas schuldig zu bleiben. Gleichzeitig sollte aber auch nicht zu viel verraten werden.
Gerade bei der Tintenwelt Trilogie ist es mir sehr schwer gefallen, diese Gratwanderung zu meistern. Sollte man sich also wundern, warum die Beschreibungen teilweise nur einen kleinen Ausschnitt der ganzen Geschichte darstellen, so ist dies die Erklärung dazu.
Abschließend möchte ich aber noch ein paar Worte zur Tintenwelt sagen:
Es hat einen Riesenspaß gemacht, die drei Teile zu hören, ja, die Tintenwelt zu entdecken. Evtl. hätte man die ganze Geschichte etwas verkürzen können, denn gerade im dritten Teil fragt sich der Hörer des öfteren, warum die Story denn schon wieder eine Wendung nimmt? Warum die Autorin noch einen draufsetzt?
Abgesehen davon kann ich die Tintenwelt jedem Fantasyfan wärmstens ans Herz legen. Es lohnt sich wirklich sich dorthin entführen zu lassen.


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Tintentod
Autor: Cornelia Funke
Sprecher: Rainer Strecker
Musik und Produktion: Ulrich Maske
Verlag: JUMBO Goya LIT
Umfang: 18 CDs
 
 
 
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