Das Lied der Dunkelheit - Hörbuch nach Peter V. Brett(7 CDs)
Beschreibung:
Arlen wächst in einer Welt aus Angst auf, denn in dieser Welt gehört die Nacht den Dämonen. Und diese Dämonen warten nur darauf, dass eines der Siegel, welche die Häuser der Menschen schützen soll, durchlässig wird. Leider geschieht dies viel zu oft, meist wegen der Nachlässigkeit der Menschen, die einfach vergessen, die Siegel zu prüfen. Wenn dem so ist, ist die jeweilige Behausung dem Untergang geweiht. Die Dämonen fallen über die Bewohner her und fressen diese. Sollte jemand überleben, so stirbt er meist sehr bald an seinen Verletzungen, denn diese sind, wenn sie von Dämonen beigebracht wurden, so glaubt man zumindest, unheilbar. Das Gift der dunklen Brut breitet sich so schnell im Körper aus, dass eine Hilfe nicht möglich ist.
Eines Tages kommt ein Kurier in Arlens Dorf, Tibbets Bach. Sogleich ist der Junge fasziniert, denn Kuriere sind die einzigen Menschen, die sich nachts hinaus wagen. Sie müssen auf ihren langen Reisen manchmal im Freien schlafen. Dort schützen sie sich mit mobilen Bannkreisen, die sie um ihre Lagerstätte ausbreiten. Kuriere dienen in dieser Welt, um den Kontakt nach außen zu halten, denn seit die Dämonen zurückgekehrt sind, wagen sich die menschen auf keine reise, die länger als einen Tag dauert.
Dadurch sind die Dörfer und Städte natürlich abgeschnitten und die einzige Möglichkeit, etwas aus der übrigen Welt zu erfahren, sind eben diese Kuriere, die meist in Begleitung eines Jongleurs oder Barden unterwegs sind.
Arlen fragt dem Kurier Löcher in den Bauch, um mehr über die großen Städte zu erfahren, die schier unerreichbar in weiter Ferne liegen. Er kann einfach nicht glauben, dass er für immer in seinem Dorf gefangen sein soll.
Eines Nachts wird die Mutter des Jungen bei einem Dämonenangriff schwer verletzt. Und das Schlimmste daran ist, dass sein eigener Vater tatenlos dabei zusah. Letztlich ist es dann der kleine Arlen, der die Mutter aus der gefahrenzone bringen kann.
Am nächsten Morgen bricht die Familie auf, eine Kräuterfrau zu suchen, die der Mutter eventuell helfen kann. Doch auf der Reise stirbt die Frau. Nach einem Streit mit seinem Vater, läuft Arlen weg und kehrt damit seinem alten Leben den Rücken. Doch die Nacht ist nicht mehr fern und so muss der Junge in einem Wald einen Bannring zeichnen, der ihn vor den Wesen der Nacht schützen soll. Arlen wird immer klarer, dass er kein Leben in Angst und Passivität, wie alle anderen führen möchte. Er will sich den Dämonen in den Weg stellen und sie bekämpfen, wo es nur geht. Doch dazu muss er die alten Kriegssiegel finden, die seit langer Zeit verschollen sind. Damit ist sein Weg vorbestimmt.
Die kleine Leesha wird von ihrer Mutter drangsaliert, wo es nur geht. Ihr Vater, der seine Tochter abgöttisch liebt ist zu gutmütig, um die Kleine vor der Mutter zu schützen.
Eines Tages wird das Dorf von den Dämonen überfallen und viele Menschen werden verletzt oder sterben. Die alte Kräuterfrau des Dorfes nimmt Leesha unter ihre Fittiche und stellt sich damit der übermächtigen Mutter in den Weg. In den folgenden Jahren lernt das junge Mädchen die Geheimnisse der Kräuterfrauen kennen. Als sie ihre Lehre beendet hat, zieht es sie in eine große Stadt, wo sie noch mehr lernen kann. Damit beginnt für Leesha eine große Reise.
Der Dritte im Bunde ist Rojer. Schon früh verliert er seine Eltern bei einem Dämonenangriff. Er wächst bei einem Barden auf, der ihm sein Handwerk beibringt. Leider ist aber Rojer bei dem Dämonenangriff an der Hand verletzt worden, so dass er nicht jonglieren kann. Dafür spielt er die Fiedel, wie kein anderer. Und das Beste ist, dass er die Dämonen mit seinem Geigenspiel in Schach halten kann. Doch das nützt seinem in die Jahre gekommenen Lehrmeister leider nichts. Er ist unachtsam und wird von Dämonen getötet. Fortan muss Rojer alleine über die Dörfer ziehen, Geschichten erzählen und die Fiedel spielen.
Als Rojer siebzehn ist, kreuzt sich sein Weg mit dem Leeshas. Er will sie zurück in ihr Dorf begleiten, denn da ist ein Fieber ausgebrochen und die junge Heilerin wird dringend gebraucht.
Als die beiden auf ihrer Reise ausgeraubt werden, wobei ihnen auch der mobile Bannkreis gestohlen wird, wähnen sich die Reisenden schon tot, als ein seltsam tätowierter Mann sie rettet. Dieser Mann ist niemand anderer als Arlen, der inzwischen ein mächtiger Krieger im Kampf gegen die Dämonen geworden ist.
Bald setzen die drei miteinander ihren Weg fort. Hinein in eine ungewisse und gefährliche Zukunft...
Rezension:
Das Lied der Dunkelheit ist der erste Teil einer Trilogie, deren nächte Teile noch nicht erschienen sind (Feb. 2010). Peter V. Brett ist mit diesem Debüt ein fulminantes Fantasy Epos gelungen, das keinen Vergleich mit anderen großen Werken des Genres schäuen muss. Er beginnt die Geschichte sehr ruhig und eher abwechslungsarm, so dass man denkt, dies wäre eher ein Durchschnittswerk mit wenig neuen Ideen. Doch im Verlauf der Handlung steigert sich die Spannung und auch die Charaktere werden immer differenzierter dargestellt. Hierbei macht der Autor aber nicht nach den drei Protagonisten Halt, sondern arbeitet z.B. auch die Dämonen sehr genau aus, so dass sich der Hörer ein sehr gutes Bild von den Kreaturen der Nacht machen kann. Auch die Handlung ist wohl durchdacht und überaus mitreißend geschrieben.
Jürgen Holdorf, der schon viele Hörbücher gesprochen hat und auch als Synchronsprecher tätig ist, lädt den Hörer ein, mit ihm die Abenteuer von Arlen, Leesha und Rojer zu er- und durchleben. Er spannt den Spannungsbogen bis zum Bersten, wo es passt und schlägt leise oder traurige Töne an, wo diese angebracht sind. Mit anderen Worten, ein Sprecher, der sein Handwerk versteht.
Fazit:
Das Lied der Dunkelheit ist ein absoluter Fantasy Leckerbissen und sollte in keiner Sammlung fehlen. Ich war total begeistert und bin der Überzeugung, dass auch meine Leser es sein werden. Und ich freue mich schon auf den nächsten Teil, der aber schätzungsweise auf sich warten lassen dürfte. |