Das (Hör-)buch ohne Namen - Hörbuch nach Anonymus (4CDs)
Beschreibung:
Eine Bar in Santa Mondega, der düsterstenen Stadt, die man sich vorstellen kann. Es ist Abend wie jeder andere - so scheint es zumindest für Sanchez, den Barbesitzer. Doch dann erscheint ein Mann, gehüllt in einen schwarzen Umhang mit Kapuze. Es stellt sich heraus, dass es sich um den gefürchteten Bourbon Kid handelt, der, nachdem er einen Schluck Whisky getrunken hat, eine ganze Bar niedergemetzelt hat. Der Fremde bestellt sich einen Bourbon und erhält zunächst ein Glas mit dem besonderen Stoff - Urin. Fremde sind hier nicht erwünscht und so wird dafür gesorgt, dass sie schnell wieder gehen. Nach einem Schluck normalem Bourbon geht das Gemetzel los. Nur Sanchez überlebt...
Fünf Jahre später wird aus einem Kloster ein wertvoller Edelstein gestohlen, das "Auge des Mondes". Zwei Mönche, Kyle und Peto, werden mit einem Koffer voller Geld ausgestattet und in die Welt da draußen, die sie bisher nicht kennen, geschickt, um den Stein wiederzubeschaffen. Natürlich haben sie diesen Koffer nicht lange, denn ihre Spur führt nach Santa Mondega und an diesem Ort ist Ärger vorprogrammiert. Prompt geraten sie in der Bar von Sanchez mit anderen Gästen aneinander, während der Geldkoffer aus ihrem Hotelzimmer entwendet wird.
Die Mönche sind aber nicht die einzigen, die den Stein beschaffen sollen. Auch Jefe, ein Kopfgeldjäger, kriegt den Auftrag, den Stein zu finden und ihn EL Santino, dem Gangsterboss, zu übergeben. Doch zuerst fehlt jede Spur von dem Stein, der die Macht hat, seinen Besitzer am Leben zu erhalten.
Sanchez, der Barmann möchte seine Familie besuchen und muss feststellen, dass diese auf grausame Art und Weise getötet wurde. Eine Frau, die seit fünf Jahren in deren Obhut im Koma lag, ist verschwunden.
Sanchez schiebt den grausamen Mord auf Bourbon Kid und engagiert "Elvis The King", den besten Auftragskiller von Santa Mondego, auf die Jagd nach dem Killer zu gehen. Letztendlich erfahren aber auch Elvis und Sanchez von dem "Auge des Mondes" und machen sich auf die Suche nach ihm.
Und so sind immer mehr Leute hinter dem wertvollen Edelstein her, die, auf die eine oder andere Weise ums Leben gebracht werden...
Rezension:
"Das (Hör-)Buch ohne Namen" ist...wirr, spannend, lustig, strange, abgedreht, aberwitzig, fesselnd, verrückt und noch vieles mehr. Es ist eine bunte Mischung aus vielen verschiedenen Genres, wie Western, Horror, Thriller, Fantasy usw. Es ist teils brutal, wobei diese Brutalität zwar ziemlich übertrieben wirkt, aber der Autor bleibt dabei relativ oberflächlich, so dass auch sensiblere Zeitgenossen kein Problem damit haben. Dieses Hörbuch ist so surreal, dass es stark an Tarantino-Filme erinnert. Bei seiner ganzen Blutrünstigkeit und Brutalität ist es aber wirklich witzig. Der Autor bedient dermaßen viele Klischees aus den einzelnen Genres und stellt diese so überzogen dar, dass es eine wahre Freude ist.
Stefan Kaminski ist in seinem Element und das merkt man. Er leiht jedem der verschiedenen Charakteren - und das sind nicht gerade wenige - eine eigene Stimme, bzw. Stimmlage oder einen speziellen Akzent. Es macht außerordentlich Spaß. ihm zuzuhören.
Fazit:
Ich kann "Das (Hör-)Buch ohne Namen" einfach nur empfehlen. Dieses Hörbuch ist dermaßen abgedreht und die Story so wirr, dass man es einfach hören muss...zumindest wenn man Tarantino mag. Hörer, die allerdings genau mit diesen Attributen nichts anfangen können und die gewalt verabscheuen, sollten lieber die Finger davon lassen. |