Das Bernstein-Teleskop - Hörbuch von Philip Pullman (16 CDs Lesung)
Beschreibung:
Lyra wird von Mrs. Coulter entführt und in einer Höhle hoch in den Bergen in künstlichem Schlaf gehalten. Die Mutter des kleinen Mädchens hat sich hierhin aus Furcht vor den Häschern der Kirche zurückgezogen, die sie als Verräterin sehen und ihre Tochter töten wollen.
Versorgt werden die beiden von einem kleinen Mädchen, das ihnen vom nahen Dorf Essen bringt. Da das Mädchen seine Neugierde befriedigt sehen möchte, erzählt ihr Mrs Coulter, dass Lyra krank sei und es keine Möglichkeit gebe, sie aufzuwecken. Damit gibt sich die Kleine jedoch nicht zufrieden und sie sucht einen Weg, der Tochter der fremden Frau zu helfen.
Alsbald kann sie auch einen Trank auftreiben, der Lyra aufwecken könnte. Sie schleicht sich zur Höhle, wo sie Zeuge der Grausamkeit von Mrs Coulters Dämon wird. Und nicht nur das, sie erfährt auch die wahren Gründe der angeblichen Krankheit Lyras. Ist etwa die fremde Frau doch nicht so gutherzig, wie es zu sein vorgibt?
Währendessen macht sich Will auf den Weg, Lyra zu finden und Dr Malone, die Wissenschaftlerin irrt in einer fremden Welt umher. Ohne ihr Wissen und vor allem ohne ihr Zutun spielt sie in einer uralten Sage eine überaus wichtige Rolle. Das ist auch der Grund, warum die Kirche einen Killer auf sie ansetzt. Doch Dr Malone ahnt von alledem nicht und ist nur fasziniert von der Schönheit der Welt, in der sie sich befindet.
Sie trifft schon bald auf die Mulefas. Diese großen und absolut friedlebenden Wesen haben es im Laufe der Jahrtausende gelernt, sich ihre Umwelt, in Form von Samenkapseln, zunutze zu machen. Sie haken eben diese Kapseln in Ihre Zehen ein und benutzen Sie als Räder. Dr Malone lässt sich von den Mulefas in deren Dorf bringen und erfährt im Laufe der Zeit, dass auch diese Wesen indirekt vom Staub abhängig sind: Die Bäume deren Samen sie zur Fortbewegung benötigen, brauchen den Staub, um sich fortzupflanzen. Doch irgend etwas stimmt in letzter Zeit nicht mit der Zirkulation des Staubes, wodurch immer mehr Bäume absterben. Kann Dr Malone ihren Freunden helfen?
Will ist währenddessen auf zwei Engel getroffen, die ihn und sein Messer sicher zu Lord Asriel bringen wollen. Er schließt sich den beiden Lichtwesen an, aber nur unter der Bedingung, dass sie ihm helfen, Lyra zu finden. Danach wolle er dem Lord gerne helfen.
Man macht sich also auf den Weg und kommt nach vielen Strapazen zu dem Felsmassiv, in dem Lyra gefangen gehalten wird. Es gelingt auch, das Mädchen zu befreien.
Nun stehen die beiden Jugendlichen vor einer neuen Aufgaben. Sie fühlen sich dazu
berufen, die Welt der Toten zu besuchen, wo sie auf Wills Vater und Roger zu treffen hoffen. Es liegt ein beschwerlicher Weg vor ihnen, denn niemand weiß, wie man in das Land der Toten gelangt...und vor allem wieder herauskommt.
Als sie aber endlich in dieser unwirtlichen Welt angekommen sind, wartet ein großer Schock auf Lyra: Sie muss sich von Pantalaimon, ihrem Dämonen trennen. Im Reich der Toten haben Dämonen nichts verloren. Es zerreißt schier Lyras Herz, doch, wenn sie dort hinein gelangen möchte, muss sie ihren geliebten Panatlaimon zurücklassen.
Später gelingt es Will und Lyra, den gequälten Seelen einen Weg hinaus und damit Erlösung zu verschaffen.
Währenddessen bahnt sich der letzte große Kampf zwischen Metatron, dem Regenten des Allmächtigen und Lord Asriel an. Die beiden Jugendlichen sollen auch hierbei eine überaus wichtige Rolle spielen.....
Rezension:
Nach "Der Goldene Kompass " und "Das Magische Messer " bildet "Das Bernstein-Teleskop" das düstere aber nicht minder furiose Ende der Trilogie. Noch einmal entführt der Autor Philip Pullman den Leser/Hörer in die verschiedenen Welten der Lyra "Listenreich". Und wie die beiden ersten Teile, ist auch dieser gespickt mit Andeutungen, unsere Kirche betreffend. Die Welten, die es zu entdecken gilt, sind sehr phantasievoll ausgearbeitet und dadurch fällt es nicht schwer, dem Autor zu folgen. Man sollte an dieser Stelle betonen, dass Pullman die Beantwortung vieler Fragen, bis zum Schluss hinauszögert. Dieses Stilmittel lässt die Spannung in ungewohnte Höhen steigen.
"Das Bernstein-Teleskop" ist sicherlich für Kinder nicht geeignet, denn es ist teilweise (unnötig?) düster gehalten. Und ein echtes Happy End, wie man es sich erhofft und es auch erwartet, gibt es nicht. Doch mehr möchte ich nicht verraten....
Wie die beiden Vorgänger wird auch dieser Teil von Rufus Beck gesprochen. Und wie alles von ihm geprochene macht Herr Beck auch dieses eh schon sehr gut geschriebene Hörbuch zu einem absoluten Genuss.
Fazit:
Wer den zweiten Teil gehört hat, kommt an "Das Bernstein-Teleskop" nicht vorbei. Teils zwar sehr düster erzählt, aber dennoch ein absolutes Muss!!! |